Wenn ich nach Hause komme, sucht mein Hund immer seinen Teddybären, nimmt ihn ins Maul und begrüßt mich damit. Warum tut er das?

Wenn wir das Verhalten unserer Hunde betrachten, so können wir von zwei Dingen ausgehen: 1. sie machen nichts ohne Grund und 2. oft liegt es in den Genen.

 

Ein Hund, der gerne Dinge in seinem Mund trägt, hat in der Regel einen genetisch vorgegebenen starken Apportiertrieb. Den finden wir bei vielen Jagdhunderassen, die dazu gezüchtet wurden, Dinge in ihrem Maul zu tragen. Dieser Drang ist so tief in ihrem Wesen verankert, dass alleine die Handlung im Gehirn eine Flut von Glückshormonen freisetzt. Mit anderen Worten: Dinge im Maul zu tragen ist für den Hund selbstbelohnend, ähnlich, wie der menschliche Griff zur Zigarette oder vielleicht wie beim Kind, das am Daumen lutscht. Eine Menge dieser tief verankerten Verhaltensweisen zeigen sich dann an der Oberfläche, wenn der Hund aufgeregt ist und eine Menge überschüssiger Energie in sich aufbaut. Die muss dann irgendwie herauskommen und so zeigen Hunde dann immer das Verhalten, das in ihnen genetisch angelegt ist. Terrier graben oder bellen, Windhunde laufen und Jagdhunde tragen Dinge im Maul herum. Wenn wir also nach Hause kommen und der Hund vorher eine ganze Zeit von uns getrennt war, möglicherweise sogar alleine war, hat ihn diese Zeit gestresst und er hat dadurch eine Menge Energie angesammelt. Wenn wir kommen, will sich die Anspannung lösen, die überschüssige Energie muss raus und dazu greift er auf die Verhaltensweisen zurück, die seine Gene ihm anbieten.