Trainieren mit System

Hopp - hier hast du ein Leckerchen

 

Bei diesem Belohnungssystem wird zunächst jedes Mal nach dem gewünschten Verhalten belohnt: Sitz – Leckerchen, Sitz – Leckerchen, Sitz – Leckerchen und so weiter. Das ist ein sehr einfaches und wirkungsvolles Belohnungsmodell. Die Belohnungsrate ist dabei sehr hoch. Die regelmäßige Belohnung jedes Verhaltens führt zu den besten Ergebnissen. Der Nachteil ist, dass ein solches Verhalten relativ schnell gelöscht wird, wenn keine Belohnung kommt. Dann denkt der Hund nämlich, er habe etwas falsch gemacht oder der Mensch habe sich wie ein Blatt im Wind mal wieder etwas anderes überlegt. Die Umstellung von regelmäßige auf unregelmäßige Belohnung ist in der Theorie und im Labor denkbar - in der Praxis ist es jedoch schwierig. Niemals wird ein Sprengstoffhundeführer seinen Hund NICHT loben, wenn er "Stoffi" gefunden hat. Niemals! Die Gefahr, dass das mühsam etablierte Verhalten rausfliegt aus dem Hundehirn ist zu groß. Im Internet gab es eine hitzige Diskussion unter Trainern, ob eine Umstellung des Belohnungssystems überhaupt möglich ist. Die meisten waren der Meinung: nein - ist nicht möglich. Deshalb macht es Sinn, sich von Anfang an für ein Belohnungssystem zu entscheiden und das beizubehalten. Für alle, die es genau wissen wollen: in der HundeWelt 8 stellen wir alle Belohnungssysteme vor - inklusive der Vor- und Nachteile.