Wer kennt die 5 Sekunden-Regel?

Der eine Hund kuschelt für sein Leben gerne, der andere mag`s lieber distanzierter. Das zeigt sich auch im Rassebild und reicht „vom ewig fröhlichen Labrador, der annimmt, alle Menschen seien genauso berührungsfreudig wie er, bis hin zum würdevollen Akita, der seine Zuneigung ausdrückt, indem er zu Ihren Füßen meditiert“, sagt die amerikanische Hundetrainern Patricia McConnell. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. „ Ich muss sofort an den Akita Tao denken, der zur Begrüßung jedes Mal förmlich in mich hineinkroch - und an Duke, den Labrador, der noch bei der sanftesten Berührung zusammenzuckte, als stehe seine Haut unter Strom“, sagt Hundetrainern Miriam Arndt-Gabriel. „Um Rücksicht auf die Bedürfnisse meines Gegenübers zu nehmen - sei es ein Mensch oder ein Hund - muss ich ihn beobachten, und seine Reaktion lesen können. Das heißt, es ist Pflichtprogramm für jeden, der auch nur entfernt mit Hunden zu tun hat, die Körpersprache des Hundes und insbesondere die so genannten Beschwichtigungssignale zu kennen“. Eine gute Idee für den Anfang ist es, sich an die Fünf-Sekunden-Regel der Hundetrainerin Grisha Stewart zu halten: Nach maximal fünf Sekunden streicheln macht man eine Pause und wartet, ob der Hund mehr einfordert. Nur dann streichelt man weiter. Wiederum für fünf Sekunden und wartet ab, wie der Hund reagiert. Die meisten Hunde blühen regelrecht auf, wenn sie merken, dass ihre Reaktionen für den Menschen wichtig sind.