Die Fakten zu Corona

Hallo Leute, 

 

aus aktuellem Anlass sind wir von der Hundewelt ab heute auch online für euch da, damit wir euch mit sicheren Infos versorgen können. 

Fangen wir also mit der wohl wichtigsten Info an: Kann ich mich bei meinem Hund anstecken? Die Antwort liefert die WHO, die Welt-Gesundheitsorganisation knapp und eindeutig: NEIN! Könnt ihr nicht! 

 

 

Das ist passiert:  

 

In Hongkong wurde der Zwergspitz einer 60jährigen Frau, die an Corona erkrankt war, schwach positiv getestet. Er zeigte keinerlei Symptome, der Test fiel SCHWACH positiv aus. Der Reporter Timm Wall von WATT global Media schrieb nun über einen zweiten Fall. Seinen Angaben nach berichtete gestern die „South China Post“ über einen zweijährigen Deutschen Schäferhund und einen Mischling aus Pik Fu Lam, einem Distrikt Hong Kings. Das Herrchen war erkrankt, so dass auch die beiden Hunde getestet wurden. Der Deutsche Schäferhund zeigte keine Symptome, es wurden aber Koronaviren bei ihm nachgewiesen. Der andere Hund, der mit ihm im selben Haushalt gehalten wurde, hatte nichts. 

 

Das sagen die Experten: 

 

Prof. Jonathan Ball, Professor für Molekulare Virologie an der Universität von Nottingham, sagte:

„Es gibt keine Beweise dafür, dass das NEUARTIGE Coronavirus des Menschen Hunde infizieren kann, und es wäre unglaublich, wenn ein Virus in so kurzer Zeit so viele Artensprünge machen würde!“

 

Der Hintergrund ist folgender...

 

Coronaviren bezeichnen einen ganzen Virenstamm. Der für den Menschen gefährliche Erreger heißt „SARS-CoV-2“. Bei Hunden handelt es sich aber um einen ganz anderen Virus mit der Bezeichnung „CCoV“ und „CCV“. Das „Labor für klinische Diagnostik“ schreibt zur Infektion von Hunden mit CCoV oder CCV:  „Eine Infektion mit caninen Coronaviren (CCoV, CCV) verläuft meist asymptomatisch oder führt allenfalls zu milden, nicht-hämorrhagischen Durchfällen. Bei Welpen sind auch schwere Krankheitsverläufe mit hämorrhagischer Gastroenteritis möglich.“ Es handelt sich also nicht nur um einen gänzlich anderen Virus, sondern auch um andere Symptome.

 

Das sagt Prof Ball  zu dem Hongkong-Spitz: 

 

„Wir müssen zwischen einer echten Infektion und dem Erkennen des Vorhandenseins eines Virus unterscheiden - diese sind sehr unterschiedlich - und die Tatsache, dass das Testergebnis schwach positiv war, würde darauf hinweisen, dass es sich um eine Umweltverschmutzung handelt oder einfach um das Vorhandensein eines Coronavirus, das durch menschlichen Kontakt übertragen wurde und das in den Proben des Hundes gelandet ist.“

 

Frisst euer Hund aus Metallschüsseln?

 

Die Virologin Sarah Caddy sagte, dass der Test, der in Hongkong benutzt wurde, nicht aussagen würde, ob der Hund den Virus hatte oder ob er einfach über kontaminierte Oberflächen Zuhause geleckt hätte. Hatte er einen Futternapf aus Metall und seine Besitzerin hat mal darüber geniest, beim Futtereinfüllen gehustet oder ihn nicht gründlich desinfiziert, wäre dies ganz einfach denkbar. Das Virus fand sich auf der Oberfläche der Hundenase. 

 

Vernichtende Kritik

 

Prof. Ball kommt zu einer vernichtenden Kritik an der sensationslüsternen Presse: „In Wahrheit ist dies unglaublich verantwortungslos, denn das Letzte, was wir tun müssen, ist eine Massenhysterie über die Möglichkeit einer Infektion von Hunden zu erzeugen..., wenn es absolut keine Beweise dafür gibt.“

 

Ähnliches ist auch vom SARS-Virus bekannt

 

Es gibt ähnliche Erfahrungen mit Viren in der Vergangenheit. Beispielsweise wurden einige Haustiere bereits 2003 positiv auf eine geringe SARS-Infektion getestet, aber keines wurde krank oder übertrug die Krankheit auf den Menschen.

 

Die WHO rät: 

 

„Es ist immer eine gute Idee, die Hand nach dem Kontakt mit Haustieren mit Wasser und Seife zu waschen. Dies schützt Sie vor verschiedenen verbreiteten Bakterien wie E. coli und Salmonellen, die zwischen Haustieren und Menschen übertragen werden können.“

 

Sind Sie erkrankt? Dann gibt es folgende Ratschläge

 

Leider gibt es von unserem Gesundheitsministerium nichts!

Aber die amerikanischen Zentren für die Kontrolle von Krankheiten raten erkrankten Menschen zu folgendem:

„Sie sollten den Kontakt mit Haustieren und anderen Tieren einschränken, während Sie mit COVID-19 krank sind, genau wie Sie es mit anderen Menschen tun würden. Obwohl es keine Berichte darüber gibt, dass Haustiere oder andere Tiere an COVID-19 erkranken, wird empfohlen, dass Menschen, die an COVID-19 erkrankt sind, den Kontakt mit Tieren einschränken, bis weitere Informationen über das Virus bekannt sind.“

 

Der Gesundheitsbehörde Englands veröffentlichte eine Anleitung zur Isolation zu Hause, wenn man erkrankt ist. Sie enthält die folgenden Hinweise zu Haustieren:

„Versuchen Sie, sich von Ihren Haustieren fernzuhalten. Wenn dies unvermeidlich ist, waschen Sie Ihre Hände vor und nach dem Kontakt.“

 

Aber ganz ehrlich 

 

– das macht man doch grundsätzlich, wenn man krank Zuhause ist. Also Leute – ihr wisst jetzt Bescheid. Ihr könnte den Artikel gerne teilen und weiterleiten. Und wenn ihr von uns immer auf dem neuesten Stand gebracht werden wollt, abonniert unseren Hunde-Newsletter. Das Anmeldeformular dafür ist in Vorbereitung. Solange es noch nicht auf der Seite ist, schickt uns eure E-Mail an: redaktion@hunde-welt.de, in den Betreff schreibt ihr HW-Newsletter . Auch für den gilt das HUNDEWELT-Fairness-Motto: Er ist also garantiert kostenlos. 

 

Unser Rat ist:

Seid achtsam und vernünftig – aber lasst euch nicht von massenhysterischen Fake-News aus der Ruhe bringen. Geht mit euren Hunden genau so sorgsam um, wie mit euren Mitmenschen. Haltet die Hygienevorschriften ein, desinfiziert regelmäßig die Näpfe, versorgt euch mit kompetenten Fakten und sucht euch ruhige Orte für Gassigänge. 

Wir halten euch zuverlässig auf dem Laufenden.

 

Eure Hundewelt-Redaktion